Weiteres Leid
Andere Aspekte der Entwicklung von Atomwaffen – vom Uranabbau bis zur Entsorgung radioaktiver Abfälle – haben ebenfalls verheerende Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt gehabt.
In Uranminen – wo der Prozess der Herstellung von Atomwaffen beginnt – sind radioaktive und chemische Schadstoffe aus Abraumhalden in den Boden und in Gewässer gesickert, mit entsprechenden Schäden für die Arbeiter und die umliegenden Gemeinden. Keine Uranmine weltweit wurde nach Beendigung des Abbaus vollständig saniert.
Radioaktive Kontamination ist auch an Atomreaktoren aufgetreten, die an der Herstellung von Plutonium für Atomwaffen beteiligt sind. Im Atomkraftwerk Windscale im Vereinigten Königreich beispielsweise wütete 1957 drei Tage lang ein Feuer und schickte radioaktive Wolken über weite Teile Europas. Die gesamte Milch von den umliegenden Höfen musste vernichtet werden.
Viele Gemeinden weltweit stehen zudem vor anhaltenden Herausforderungen, die riesigen Mengen Atommüll, der seit 1945 bei der Herstellung von Zehntausenden von Atomwaffen angefallen ist, sicher zu lagern. Dieser wird noch Jahrtausende lang gefährlich bleiben.
